Hinweis: Wenn Sie nichts hören und sehen auf der vorhergehenden Seite, dann ist die Autoplay-Funktion in Ihrem Browser deaktiviert.

 

Die Idee für die musikalische und visuelle Umsetzung des Bildes Clownerie geht aus von strukturellen Schichtungen der Elemente und dem auch farblich in vier Bereiche gegliederten Gesamtaufbau.

Die Vielteiligkeit des Bildes wird weiter gedacht in einer realen Zerlegung im Video, das erst nach Verarbeitung der vier farblichen Räume am Ende das ganze Bild zeigt.

Das musikalische Material ist konsequent aus den formalen Abschnitten des Videos abgeleitet, so dass sich im Wechselspiel mit dem bildlichen Geschehen eine innere Einheit herstellt. Die Einstellungslängen des Videos sind projiziert auf die Tonhöhen im Bereich von C bis c‘‘‘‘ und in einer zweiten Projektion auf die Töne C bis fis‘ und ergeben so zwei melodische Linien. Werden die Töne zu einer Skala sortiert, lassen sich aus benachbarten Tönen Akkorde bilden.

Die verschiedenen Chor-Ensembles zugeordneten Akkorde führen im Hintergrund immer die Gesamtheit des Bildes mit, während die kleinteilig bewegten Elemente von den wundervollen Orgelklängen der Organteq (physikalische Modellierung der Orgelpfeifen; Modartt S.A.S., France) realisiert werden.

Für die Melodiestimmen sind einige Kompositionstechniken der Fuge (Transposition, Krebsgang, Augmentation, Diminution, Spiegelung) verwendet. Der musikalische Gesamtaufbau reflektiert die Bewegungen der Schichtungen und Durchdringung der vier Hauptfelder bis zum Erscheinen des ganzen Bildes.

Kirm